BUCH: RISIKO FRÜHGEBURT

In Deutschland werden jedes Jahr rund 60.000 Kinder zu früh geboren. Sie haben ein hohes Sterbe- und Krankheitsrisiko und brauchen eine hochspezialisierte Behandlung. Doch welche Folgen kann eine Frühgeburt für die körperliche und psychische Entwicklung haben? Mit dem Risiko Frühgeburt beschäftigt sich ein Buch von Dr. Axel von der Wense und Dr. Carola Bindt. Foto: iStock Phakimata

Entwicklungsrisiken erkennen - ein Buch für Laien und Profis

An Professionelle und an betroffene Laien wendet sich das Buch „Risikofaktor Frühgeburt“ von Dr. Axel von der Wense, Leiter des Perinatalzentrums am Altonaer Kinderkrankenhaus, Dr. Carola Bindt, Ärztin und Kinder- und Jugendpsychiaterin. Das Buch ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen den Autoren und den Abteilungen für Neonatologie und Intensivmedizin sowie der Kinder- und Jugendpsychosomatik. Aus ihren unterschiedlichen fachlichen Perspektiven beschreiben von der Wense und Bildt umfassend und anschaulich die medizinischen, ethischen, emotionalen und sozialen Implikationen der Frühgeburt. Daneben schildern sie, wie die interdisziplinäre Zusammenarbeit vieler Professionen zum Besten des Kindes und seiner Familie führt und welche Institutionen weiterhelfen.

Frühgeborene Kinder werden meist auf einer neonatologischen Intensivstation betreut. Kaum irgendwo sonst treffen Geburt und Tod, hoffnungsvolle Erwartung und tiefe Verzweiflung, unmittelbare menschliche Nähe und medizintechnische Perfektion so direkt aufeinander wie im Ringen um das Leben und die Unversehrtheit eines frühgeborenen Kindes, heißt es in der Einführung des Buches. „Die Integration solch gegensätzlicher Aspekte des gelebten Alltags verlangt viel von allen Mitgliedern des multiprofessionellen Behandlungsteams. Es braucht einen besonderen Schutzraum, der dem Kind die notwendigen medizinischen Maßnahmen zukommen lässt und zugleich die vielen bewegten elterlichen Lebensgeschichten und Emotionen aufnimmt, die nach einer risikobelasteten Geburt durchstanden, erlitten und erzählt werden.“   

Projektname:

Risikofaktor Frühgeburt

Träger:

Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf und Altonaer Kinderkrankenhaus

Projektziel:

Aufklärung über die Risiken und Langzeitfolgen einer Frühgeburt und Praxisbeispiele, wie interdisziplinäre Teams die Eltern vorbildlich unterstützen.

Zielgruppe:

Frühchen und ihre Familien und die Fachkräfte, die mit ihnen arbeiten

Förderzeitraum:

2013

Förderbetrag:

13.750 Euro

BuchCover Risiko Frühgeburt zeigt Frühchen im Inkubator