DER FREUNDESKREIS

"Glück ist, Freunde zu haben"

„Glück ist, Freunde zu haben“, sagt ein schottisches Sprichwort. Die Kroschke Kinderstiftung kann sich glücklich schätzen. Sie hat einen Freundeskreis, dessen Mitglieder immer zur Stelle sind, wenn sie gebraucht werden. So erstellt ein Mitglied des Freundeskreises die Buchführung, andere betreuen Stände bei öffentlichen Präsentationen. In Ahrensburg kümmern sich Mitglieder um Belange des Kupferhofes, einer Einrichtung, in der Familien mit schwerstkranken Kindern eine Auszeit nehmen können. Daneben unterstützt der Freundeskreis kleinere Projekte, etwa einen Bildhauerkurs für sehgeschädigte Kinder in Braunschweig oder die Ausbildung eines Begleithundes für die Kindertagesstätte in Hankensbüttel. Bärtram, das Maskottchen der Stiftung, ist ein beliebtes Fotomotiv, der riesige Bär wird gern im Kreis von Kindern abgelichtet und hat schon viele Veranstaltungen der Stiftung bereichert.    

Zum Freundeskreis der Kroschke Kinderstiftung gehören mehr als 250 Mitglieder, beim Jubiläum blickte der Vorsitzende Reinhold Renger auf die Geschichte des Vereins zurück. Gegründet wurde der Freundeskreis im Jahr 1993 von 18 Frauen und Männern. 

Treue Mitglieder ausgezeichnet

Einige von ihnen wurden als langjährige Mitglieder geehrt und mit einer Urkunde und einem versilberten Bärtram-Anstecker ausgezeichnet. Es sind (auf dem obigen Foto von rechts nach links): Bärbel Kroschke, Simone Gattermann, Rolf Reinecke, Reinhold Renger, Christoph Kroschke, Andreas Kanwischer, Dirk Kühne, Brigitte Muche, Ute Kanwischer, Rolf Maaß, Klaus Gattermann und Klaus Kroschke.  

Aufwärtstrend beim Freundeskreis

Die Mitglieder des Freundeskreises haben sich in den vergangenen 25 Jahren bei ganz unterschiedlichen Aktivitäten für die Kinderstiftung engagiert. So sind sie seit vielen Jahren beim Kroschke Cup in Ahrensburg dabei. Wenn die Mitglieder des Freundeskreises unterwegs sind, darf Maskottchen Bärtram nicht fehlen. Das Kostüm des lebensgroßen Bären hatte einst die Mutter von Freundeskreis-Schriftführer Dirk Kühne genäht – und zwar gleich in drei Größen. Bärtram ist fast immer dabei: bei Nacht- und Firmenläufen, Sommerfesten, bei Ständen in Kaufhäusern, bei der Verleihung des Förderpreises „Beispielhafte Hilfe für kranke Kinder“ oder bei Aktionen des Geschwisterkinderstützpunktes.

Darüber hinaus haben die Mitglieder des Freundeskreises viele Projekte für kranke und behinderte Kinder unterstützt. Allein für die Ausstattung von Kinderkliniken mit Kickertischen hat der Freundeskreis in den Jahren 2017 und 2018 rund 30.000 Euro ausgegeben. Die Übergabe lief über den gemeinnützigen Verein „So viel Freude e.V.“, der Kinderkrankenhäusern bereits viele hundert Kindertische und Mini-Kicker vermittelt hat. Sein Credo: schwerkranken Kindern geht es beim Spielen besser, „die Kleinen sind im Spiel Kind und nicht Patient.“ 

Neue Mitglieder sind herzlich willkommen

Im Freundeskreis der Kroschke Kinderstiftung für Kinder kann jeder Mitglied werden. Wer mag, kann sich an Aktionen beteiligen, etwa an den Ständen der Stiftung, oder die Arbeit anderweitig unterstützen. Wer wenig Zeit hat, belässt es einfach bei der Mitgliedschaft. Privatpersonen zahlen einen jährlichen Beitrag von 50 Euro, eine Firmenmitgliedschaft kostet 500 Euro im Jahr. Die Mitglieder des Freundeskreises treffen sich einige Male im Jahr zum Stammtisch, Treffpunkt in Braunschweig ist das Esszimmer der Firma Kroschke.

Freundeskreis - Aktionstag im Kaufhof mit Bärtram

Sie haben Fragen oder möchten dem Freundeskreis beitreten?

Wenden Sie sich gern per E-Mail an uns oder laden Sie unser Antragsformular auf eine Mitgliedschaft herunter:

"Der Einsatz für die Stiftung hat mich geerdet"

Reinhold Renger begleitet die Geschicke der Kinderstiftung seit ihrer Gründung und ist seitdem Vorsitzender des Freundeskreises, seit 2018 gehört er auch zum Vorstand. Rosemarie Garbe sprach mit ihm über die Entwicklung der Stiftung und die künftigen Herausforderungen.

 

Du engagierst Dich schon seit vielen Jahren im Freundeskreis der Kinderstiftung. Wie ist es dazu gekommen?

Ich war damals als Kaufmännischer Leiter in der Kroschke Holding beschäftigt. Das Engagement im Freundeskreis und in der Stiftung war ein willkommener Anlass, sich außerhalb von Firma und Familie mit sozialen und medizinischen Themen auseinanderzusetzen. Dadurch haben sich viele andere Probleme relativiert, mich hat das ein bisschen geerdet. Anfangs hat die Stiftung auch kulturelle Projekte für Kinder gefördert. Da kannte ich mich durch unsere Kinder besser aus und konnte einschätzen, welche positive Wirkung ein derartiges Engagement hat.

Wie liefen die ersten Jahre in der Stiftung?

Die Arbeit der Stiftung war an einigen Stellen sehr erfolgreich, beispielsweise, wie das Motto Anstiften zum Stiften umgesetzt wurde. Das war klasse. So haben wir in Zusammenarbeit mit der Firma Bayersdorf fünf Spielzimmer in Krankenhäusern realisiert. Auch der Elfriede-Kroschke-Pavillon in Braunschweig entstand in dieser Zeit, denn die Atmosphäre in den Krankenhäusern war damals wenig kindgerecht.

Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Welche Schwierigkeiten gab es?

In den ersten Jahren hat sich die Stiftung deutschlandweit engagiert und sie hatte mit kulturellen und sozialen/medizinischen Themen ein breites Spektrum an Aufgaben. Allerdings hatte sie in keinem Bereich ein richtiges Image. Daher haben wir uns als erstes vom Bereich der Kultur für Kinder verabschiedet und später auch das Fördergebiet eingeschränkt.

 

Wie kam es zur Gründung des Freundeskreises?

Der Freundeskreis wurde im gleichen Jahr wie die Stiftung gegründet, 1993. So sollte Interessierten die Chance gegeben werden, sich für die Stiftung zu engagieren. Eine Stiftung bringt ja eine Menge Arbeit mit sich, der Freundeskreis sollte die Plattform sein, über die sich andere einbringen können. Außerdem erlauben die kontinuierlichen Mitgliedsbeiträge des Freundeskreises eine gute Planbarkeit, um Projekte zu finanzieren.

Wie siehst Du die Zukunft des Freundeskreises?

Die aktuelle Entwicklung macht mich unglaublich glücklich. Es gibt Mitglieder, die etwas für die Stiftung tun wollen und sich mit deren Arbeit identifizieren. Daraus entstehen gerade ganz tolle Initiativen.

Die Kinderstiftung steht mit dem Beitritt von Lars und Felix Kroschke in den Vorstand vor einem Generationswechsel.  Welche Auswirkungen könnte das haben?

Der Generationswechsel stimmt mich sehr positiv, das ist natürlich eine große Chance für die Stiftung. Ich finde, der Start ist gut gelungen.

Wo siehst Du die größten Herausforderungen für die Stiftung?

Die Stiftung müsste versuchen, weniger abhängig von den Zahlungen der Stifter zu werden, die derzeit mit ihren regelmäßigen und planbaren Förderungen die Arbeit der Stiftung aufrechterhalten. Leider gibt es aus dem Stiftungskapital momentan fast keine Erträge. Eine Möglichkeit könnte sein, dass die Stiftung als gemeinnützige Organisation Empfänger von Nachlässen wird. Allerdings habe ich Sorge, ob das gelingt.

Welche Wünsche hast Du für die Stiftung?

Ich wünsche mir, dass sich die Stiftung thematisch so findet, dass sie über die nächste Generation hinaus Bestand hat. Dabei ist es wichtig, dass die geförderten Bereiche immer wieder auf dem Prüfstand stehen, denn der Bedarf ändert sich ständig. Ein weiterer Wunsch wäre ein thematischer Schwerpunkt, der über einen längeren Zeitraum umgesetzt wird und der Stiftung mehr Profil gibt.