HÖRGESCHÄDIGTE KINDER

Ricarda Gorny und Mareike Dröge studieren Sonderpädagogik und begleiten in ihren Bachelorarbeiten das Pilotprojekt „Neue Musiktherapie für hörgeschädigte Kinder mit Cochlea-Implantat in Verbindung mit einer wissenschaftlichen Studie“, dessen Träger die gemeinnützige Aktion „Kindertraum“ aus Hannover ist. Das Projekt wird im Schuljahr 2021/22 an der Hartwig-Claußen-Schule, Förderschule Schwerpunkt Hören durchgeführt, begleitet durch die HNO-Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover.

Unterricht an Klavier und Geige 

Für hörgeschädigte Kinder mit Cochlea-Implantat hat die Musikpädagogin Elena Kondraschowa einen angepassten Instrumentalunterricht entwickelt, der diesen Kindern einen Zugang zur Musik und zur auditiven Wahrnehmung von Tönen und Klängen ermöglichen soll. Rhythmische Elemente, Tonarten oder Charaktereigenschaften von Musikstücken werden gemeinsam mit den Kindern erarbeitet und praktisch am Instrument umgesetzt. Vermutlich schult dieses spezielle Training Fähigkeiten in verschiedenen Bereichen und hat dadurch Auswirkungen auf die Lebensqualität. Für den Unterricht eignen sich vor allem die Instrumente Klavier und Geige. Am Klavier kann gut erklärt werden, was ein Klang bedeutet und wo man Töne findet. An beiden Instrumenten können die Kinder darüber hinaus die Schwingungen der Saiten auch körperlich fühlen.

Auswirkungen auf die Entwicklung überprüfen

Die beiden Studentinnen wollen überprüfen, welche Auswirkungen dieser Unterricht auf die hörgeschädigten Kinder hat und ob Entwicklungsveränderungen auftreten. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt gemeinsam mit PD Dr. Angelika Illg vom Dt. Hörzentrum Hannover/HNO-Klinik der MH Hannover.