Puppenspiel lenkt von Ängsten und Sorgen ab

Die Puppen Rufus und Rossa sind bei vielen kleinen Patienten im Bremer Kinderkrankenhaus bestens bekannt. Seit vielen Jahren ziehen die beiden Puppenspielerinnen Annekatrin Stauß und Julia Warneke durch die Klinik, besuchen dort die Kinder im Wartebereich der Ambulanz und auf der Station an ihren Betten. Durch kleine Spielszenen stellen die Puppen eine leichte und liebenswerte Verbidung zu den kleinen Patienten her und werden so zu guten Freunden. Sie bereiten spielerisch auf die Untersuchungen vor, plaudern mit den Kindern und eröffnen einen Raum für Fantasie, heißt es auf der Homepage von "Wunderzeit". "Hier hat alles Platz, was die Kinder bewegt: Der Fingerpieks von gerade eben, der Wunsch auf einem Tiger zu reiten oder eine ganz andere Geschichte."  

Doch was bewirkt das Puppenspiel? Die Kinder haben über den Kontakt mit den Puppen die Möglichkeit, im Spiel auszudrücken, wie sie sich fühlen, wovor sie Angst haben, was ihnen Freude macht. Im Krankenhaus erleben sie Langeweile, Anspannung und Sorgen. Die Puppe holt die Mädchen und Jungen da ab, wo sie gerade sind. Im Spiel können sie Positionen einnehmen, die sonst Erwachsene innehaben: Sie sind fürsorglich, kümmern sich, erklären, was die Puppe noch nicht weiß. Dieses Heraustreten aus der gewohnten Rolle macht neue Perspektiven erfahren, wissen Annekatrin Stauß und Julia Warneke. Ein Erlebnis, das das Selbstbewusstsein stärkt und die kleinen Patienten neue Kraft schöpfen lässt. 

Die Puppenspielvisite

Name des Projekts Wunderzeit
Träger Klinikum links der Weser 
Partner Puppenspielerinnen Annekatrin Stauß und Julia Warneke 
Projektziel Kindern die Angst vorm Krankenhaus nehmen 
Zielgruppe / Krankheitsbild Kinder im Alter von acht Monaten bis zwölf Jahren 
Förderzeitraum November 2020 bis November 2021 
Förderbetrag 9600 Euro