Eine Verbindung vom Krankenbett in die Heimatschule - das ermöglicht der moderne Telepräsenzroboter der Heilbronner Kinderstiftung "Große Hilfe für kleine Helden" erstmals in ganz Deutschland. Unter der Leitung von Prof. Martin Haag wurde im Rahmen mehrerer Bachelorarbeiten im Studiengang „Medizinische Informatik“ ein großer technischer Fortschritt realisiert: Ab sofort kommt für das „Virtuelle Klassenzimmer“ der „kleinen Helden“ an der SLK-Kinderklinik Heilbronn ein Telepräsenzroboter zum Einsatz.

Der Telepräsenzroboter lässt sich im wahrsten Sinne des Wortes „kinderleicht“ über eine WLAN-Verbindung  bedienen. Das kranke Kind steuert damit vom Krankenzimmer aus den Telepräsenzroboter im Klassenzimmer, der mit Mikrofon, zwei Kameras und Lautsprecher ausgerüstet ist. Die kleinen Patienten können den Roboter per Tablet-Steuerung im Klassenzimmer bewegen, auf die Tafel schauen, aber auch direkt mit dem Lehrer und den Mitschülern kommunizieren. Dabei geht es nicht nur um die reine Vermittlung von Lernstoff, sondern auch um die Aufrechterhaltung sozialer Kontakte, die bei einer schweren Erkrankung wie z. B. Krebs, auf Dauer  gefährdet sind. Damit sind die kranken Kinder nicht so isoliert und nach der Genesung ist die Wiedereingliederung in die Klassengemeinschaft sehr viel leichter.
Die Auswahl und Evaluation der Technik hat die Hochschule kostenfrei übernommen, die Anschaffung der Geräte finanziert die Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“. Der Roboter ist nun bereit für seinen Schuleinsatz.

Das im Jahr 2011 in Kooperation mit der Hochschule Heilbronn, Fakultät für Informatik, entwickelte und mit dem Kroschke-Förderpreis 2012 ausgezeichnete „Virtuelle Klassenzimmer“ der Stiftung „Große Hilfe für kleine Helden“, ermöglichte bislang mittels zweier Laptops und Skype eine Verbindung vom Krankenbett aus in die Heimatschule junger Langzeitpatienten.

Fotos: Stiftung Große Hilfe für kleine Helden

Schlagworte: Virtuelles Klassenzimmer - Telepräsenzroboter - Langzeitpatienten