Wichtige wissenschaftliche Veröffentlichungen

Seit zehn Jahren läuft die HaFEn-Studie und die meisten Familien, die sich zu dieser Langzeitstudie bereit erklärt haben, haben am sechsten Untersuchungstermin teilgenommen, bei dem die Kinder acht Jahre alt sind. Im Mittelpunkt der Erhebung stand erneut die soziale, gesundheitliche und emotionale Situation der Eltern. Ein weiterer Schwerpunkt waren die Entwicklung und die Gesundheit der Kinder, die auf unterschiedliche Weise erfasst werden: Es werden Interviews mit den Kinder und den Eltern durchgeführt, außerdem füllen Eltern und Lehrer der Kinder Fragebögen aus. Darüber hinaus beantworten die Kinder einen Computerfragebogen zu ihrer Lebensqualität.

In den letzten beiden Jahren sind aus den erhobenen Daten wichtige wissenschaftliche Publikationen in hochrangigen Zeitschriften veröffentlicht worden. So ging es um das Risiko, postpartal depressiv zu erkranken, das vor allem bei den Müttern von Frühgeborenen höher war als bei Müttern nach einer Reifegeburt. Bei den Vätern war das Risiko weniger hoch. Die wichtigsten Risikofaktoren für eine derartige Depression waren die Geburt eines frühgeborenen Kindes, eine vorherige psychische Erkrankung und eine geringe soziale Unterstützung. Auch das Risiko für Angstsymptome und für eine Anpassungsstörung war bei den Eltern nach einer Frühgeburt größer als bei den Eltern nach Reifgeburt. Das Risiko für eine Angststörung war dagegen nicht erhöht.

In weiteren Arbeiten wurden Aufmerksamkeitsprobleme bei früh- und reifgeborenen Fünfjährigen untersucht, es ging um körperliche Beschwerden und um aggressives Verhalten.

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0165032715002165

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0165032715309794

Schlagworte: Frühgeburt - Frühe Hilfe - Neugeborene - Baby - Kindliche Entwicklung

HaFEn-Studie:

Name des Projekts Hamburger Früh- und Reifgeborenen Entwicklungsstudie (HaFEn)
Träger Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Logo
Ansprechpartner Dr. med. Carola Bindt, stellvertr. Abteilungsdirektorin
Projektziel Optimale Entwicklungsförderung von Frühgeborenen
Zielgruppe / Krankheitsbild Hamburger Familien mit frühgeborenen Babys
Förderzeitraum 01.05.2008 - 01.05.2015
Kosten
Förderbetrag 60.000 Euro