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Mehr Sicherheit im Umgang mit dem Baby - Hilfen für verzweifelte Eltern

In manchen Familien sind die Startbedingungen einfach schlecht: Die Mütter sind noch Teenager, andere sind krank. Gefragt sind Unterstützung im Alltag und eine Förderung der Erziehungskompetenz. Ziel der Frühen Hilfen ist es, die Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern, heißt es bei der Bundesinitiative Frühe Hilfen. Dazu zähle neben alltagspraktischer Unterstützung vor allem eine Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von Müttern und Vätern.

Die besondere Sorge für Neu- und Frühgeborene und deren guter Start ins Leben gehört zu den Förderschwerpunkten der Kroschke Kinderstiftung. Beispielsweise hat die Stiftung das Elternkurs-Programm „Safe“ (Sichere Ausbildung für Eltern) des Safe-Mentorennetzwerks Hamburg gefördert. Ziel ist es, Sicherheit im Umgang mit dem Baby zu vermitteln. Bei dem Braunschweiger Projekt "Teens plus Babys" geht es um ein offenes Angebot für jugendliche Schwangere und Mütter mit Babys im ersten Lebensjahr. Junge Frauen im Alter bis 20 Jahren sollen lernen, den Alltag mit ihrem Baby zu gestalten. In den Schrei-Baby-Ambulanzen und in der Beratungspraxis "Von Anfang an" bieten Therapeutinnen Hilfe für verzweifelte Eltern, deren Babys in den ersten Lebensmonaten heftig weinen und sich nicht beruhigen lassen. Auch das Nachsorgezentrum Helle-Mitte in Berlin kümmert sich um Früh- und Mehrlingsgeborene und die oft überforderten Eltern.

Einen guten Start ins Leben wollen auch die Psychologinnen des Sozialdienstes katholischer Frauen Neugeborenen bieten. Ihr Ansatz: Sie ermöglichen es Schülerinnen und Schülern aus Braunschweiger Schulen, mit Hilfe von Babysimulatoren für einige Tage Eltern auf Probe zu sein.                                     Fotos: Sozialdienst Katholischer Frauen

Worauf zielen Frühe Hilfen?

  • Stärkung der Erziehungskompetenz
  • Praktische Unterstützung im Alltag
  • Förderung der Bindung
  • Gesundes Aufwachsen der Kinder
  • Stärkung sozialer Netzwerke von Familien
  • Flächendeckende Versorgung von Familien
  • Risiken für das Wohl eines Kindes werden frühzeitig wahrgenommen.