Gewalt und Vernachlässigung verhindern

Das Präventionsprojekt ist mittlerweile bester Bestandteil des Jahresplanes vieler Schulen in Braunschweig. Es wird auch an zwei Berufsbildenden Schulen und an der Hebammenschule angeboten. Das Elternpraktikum soll: 

Mit der Aufklärungsarbeit werden nicht nur Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse erreicht, sondern auch angehende Erzieherinnen und Sozialassistenten sowie Hebammenschülerinnen, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mit diesen Fragen konfrontiert werden. Im Elternpraktikum setzen sich die Teilnehmer mit folgenden Themen auseinander: Lebensplanung, Verhütung und Elternschaft, Kindesvernachlässigung und -misshandlung, Risikofaktoren des Plötzlichen Kindstodes. So soll verhindert werden, dass Jugendliche unreflektierte Lebensentscheidungen treffen, die zu Überforderung und Gewalt führen können.

Schlagworte: Teenagerschwangerschaft - Babysimulator - Verhütung - Elternpraktikum

Folgen des Schüttelstraumas werden gezeigt

Mit Hilfe eines speziellen Babysimulators informieren die Mitarbeiterinnen des Projekts über die Folgen des Schütteltraumas bei Neugeborenen. Anhand  eines transparenten Kopfes kann demonstriert werden, wie das Gehirn durch das Schütteln an die Schädeldecke stößt und welche Areale dadurch Schaden nehmen können. Die Babysimulatoren sind so konzipiert, dass das Köpfchen permanent gestützt werden muss - wie bei einem richtigen Baby. 

Fetales Alkoholsyndrom im Fokus

Die Aufklärung über das Fetale Alkoholsyndrom ist in den letzten Jahren zu einem wesentlichen Schwerpunkt der Arbeit im Elternpraktikum geworden. Dabei wird auch ein Babysimulator genutzt, der das Vollbild des Fetalen Alkoholsyndroms zeigt. Dass es hier einen großen Informationsbedarf gibt, zeigen immer wieder Äußerungen von Teilnehmern des Praktikums, die von verharmlosenden Aussagen über Alkoholkonsum und Rauchen während der Schwangerschaft berichten. 

Elternpraktikum

Name des Projekts Elternpraktikum mit Babysimulator
Träger Sozialdienst Katholischer Frauen, Braunschweig
Ansprechpartner Andrea Nimmerrichter-Morschak
Projektziel Auseinandersetzung mit Lebensplanung, Aufklärung über Schütteltrauma, Plötzlichen Kindstod, Fetales Alkoholsyndrom
Zielgruppe / Krankheitsbild Schülerinnen ab der achten Klasse
Förderzeitraum 1.1. bis 31.12. 2015
Kosten 31.265 Euro
Förderbetrag 10.000 Euro