Stiftung Chance für Kinder: Gesundheit der Familie im Fokus

Gemeinsam mit der Caritas und dem Deutschen Roten Kreuz ist es in Helmstedt gelungen, für Mütter aus kurdisch-arabischen Kulturkreisen mit Kindern unter drei Jahren ein vielfältiges Angebot zu entwickeln, das nicht nur die klassische gesundheitlich-medizinische Versorgung sondern auch eine psychosoziale Unterstützung umfasst. Vier Stunden pro Woche ist eine Familien-Kinderkrankenschwester im Auftrag der Stiftung "Eine Chance für Kinder" im Landkreis Helmstedt aktiv. Diese Fachkraft Frühe Hilfen wird durch eine ehrenamtlich tätige Sprachmittlerin begleitet.

Neben der gesundheitlichen Beratung und Betreuung zuhause – das betrifft u.a. Zahnpflege, Fragen der Hygiene und Ernährung, Hilfe bei Erkältungskrankheiten und individuellen Problemen – sorgt die Familien-Kinderkrankenschwester in Kooperation mit den beiden Projektpartnern dafür, dass die dezentral untergebrachten Flüchtlingsfrauen sich in einem geschützten Raum, in entspannter Atmosphäre treffen, austauschen und vernetzen können. Parallel gibt es Angebote für die Kinder, bei denen diese spielerisch die deutsche Sprache und Kinderlieder kennenlernen. Das Projekt ist zunächst auf ein Jahr befristet.
Die Stiftung "Eine Chance für Kinder" setzt seit 2014 speziell zu „Fachkräften Frühe Hilfen“ fortgebildete Familienhebammen oder Familienkinderkrankenschwestern zur umfassenden Beratung von Migrantinnen in niedersächsischen Flüchtlingsunterkünften ein. „Die Fachkräfte Frühe Hilfen finden über den Schlüssel der gesundheitlichen Betreuung zumeist leichter Zugang zu den Migrantinnen als anderen Professionen, die in der Flüchtlingsarbeit tätig sind“, berichtet Prof. Dr. Adolf Windorfer, Vorsitzender der Stiftung. Der Kindermediziner dankte der Kroschke Kinderstiftung ausdrücklich für die finanzielle Unterstützung. „Damit leisten wir nicht nur ganz konkrete Gesundheitsvorsorge und lebenspraktische Hilfen, sondern motivieren die Mütter auch, sich selbstständig gezielte Unterstützung zu holen und die positiven Erfahrungen mit unserem Frühe-Hilfen-System weiterzugeben“, betont Windorfer. Geplant ist, diese wichtige Orientierungshilfe für Migrantinnen auf weitere Regionen Niedersachsens auszuweiten. Dabei ist die Stiftung auf Förderungen und Spenden angewiesen.

 

 

 

Aufsuchende Hilfe für Flüchtlingsfamilien

Projektdetails

Name des Projekts Aufsuchende gesundheitliche Hilfe
Träger Stiftung "Eine Chance für Kinder"
Homepage www.eine-chance-fuer-kinder.de
Ansprechpartner Prof. Adolf Windorfer
Projektziel Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung und der Integration
Zielgruppe / Krankheitsbild Kinder und Frauen aus Flüchtlingsfamilien
Förderzeitraum 2015 bis 2016
Kosten 17.000 Euro
Förderbetrag 12.000 Euro