Paulinchen-Seminar hilft brandverletzten Kindern

Diese beiden Jungen haben schwere Brandverletzungen erlitten.

Paulinchen, die Initiative für brandverletzte Kinder, hat in der Nähe von Nürnberg ein Seminar für betroffene Familien veranstaltet. Die teilnehmenden Kinder hatten schwere Verletzungen erleiden müssen, durch Grillunfälle, Verbrühungen, Explosionen oder Hausbrände.

Gezeichnet von schweren Brandnarben, „eingepackt“ in maßgefertigte Kompressionsbekleidung und mit vielen Fragen im Gepäck reisten die 25 Familien aus ganz Deutschland an, um sich für ein Wochenende mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Mit dabei war auch der Chirurg Prof. Peter M. Vogt von der Medizinischen Hochschule Hannover. Er informierte die Teilnehmer über mögliche Narbenkorrekturen, eine Psychologin und ein Seelsorger standen für Einzelgespräche bereit. Unter Anleitung von erfahrenen Heilpädagogen und Erziehern hatten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, die erlebten Schmerzen und Ängste spielerisch aufzuarbeiten.

„Das Paulinchen-Burn Camp ist beispielhaft und wird sehr professionell durchgeführt“, sagte Vogt. „Zu sehen, wie sich Kinder und Eltern während dieser gemeinsamen Tage gegenseitig stützen und wie viel Hilfe sie hier erfahren, hat mich sehr beeindruckt.“

Für viele Teilnehmer war es das erste Mal, dass sie sich mit Betroffenen ausgetauscht haben. „Es ist ganz erstaunlich, wie schnell sich die Kinder anfreunden“, stellte Adelheid Gottwald, Vorsitzende des Vereins Paulinchen, fest. „Ohne viel Worte zu verlieren, spüren alle, dass sie durch die Narben etwas gemeinsam haben.“ So ist es sicher nicht verwunderlich, dass zum Abschied wieder viele Tränen flossen.

Die Kroschke Stiftung für Kinder hat das 16. Paulinchen-Seminar mit 5000 Euro gefördert.

Weitere Informationen unter www.paulinchen.de