Eine Handvoll Leben - ein Berg von Problemen
Wenn ein Baby viel zu früh geboren wird, steht die Welt der Eltern mit einem Mal auf dem Kopf. Sorgen um die Gesundheit, Angst vor der Zerbrechlichkeit, wenig Kontakt wegen intensivmedizinischer Versorgung. Und das ist nur der Anfang …
Neuere Erkenntnisse deuten auf einen Zusammenhang zwischen elterlicher Belastungssituation und kindlicher Entwicklung nach extremen Frühgeburten hin. Eine vergleichende wissenschaftliche Studie zur Entwicklung von früh- und reifgeborenen Kindern und ihren Familien in Hamburg will diese Zusammenhänge untersuchen.
Entwicklungsperspektiven verbessern
Die Hamburger Früh- und Reifgeborenen Entwicklungsstudie (HaFEn) hat sich zum Ziel gesetzt, die langfristigen Entwicklungsperspektiven für Frühchen mit einem Geburtsgewicht von weniger als 1500 Gramm deutlich zu verbessern, durch gezielte Hilfestellungen bei psychischen Belastungen und Störungen der Eltern.
Leiter der Studie sind Dr. med. Carola Bindt,der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und Dr. med. Axel von der Wense,der Abteilung für Neonatologie und Intensivmedizin am Altonaer Kinderkrankenhaus. Die Kroschke Stiftung für Kinder und die Werner-Otto-Stiftung fördern die über drei Jahre laufende Hamburger Früh- und Reifgeborenen Entwicklungsstudie (HaFEn) zu gleichen Teilen.
Begleitet werden die teilnehmenden Familien bis zum vollendeten 2. Lebensjahr, denn die Folgen der Frühgeburt sind weitreichend. Schlafstörungen, Stillschwierigkeiten, exzessives Schreien des Kindes, verzögerte Entwicklung und eventuell sogar Behinderung belasten Mutter und Vater. Hilflosigkeit, Angst und Depressionen können die Folge sein.
Um die Familien in dieser schwierigen Phase zu unterstützen, bietet das Altonaer Kinderkrankenhaus seit Mai 2005 eine regelhafte psychologische Begleitung, die ambulant fortgesetzt werden kann.




