Naturspielplatz in der Altenauklinik eingeweiht

Danke, danke: Mit selbst gemalten Schildern bedankten sich die Kinder aus der Altenauklinik für den neuen Naturspielplatz.

In einer Nestschaukel entspannen, auf einer hölzernen Balancieranlage das Gleichgewicht trainieren oder im Freigelände Kaninchen und Schafe streicheln - all’ das können Kinder jetzt in der Altenauklinik im Harz unternehmen. Mit Unterstützung großzügiger Förderer wurde in der Vorsorge- und Rehabilitationsklinik ein neuer Naturspielplatz fertig gestellt und beim Sommerfest eingeweiht.

Vor allem psychosomatisch erkrankte, erschöpfte und oft alleinziehende Mütter werden gemeinsam mit ihren Kindern in der Klinik der Arbeiterwohlfahrt im Harz betreut und behandelt. Zunehmend leiden diese Kinder unter Erkrankungen der Atmungsorgane, des Bewegungsapparates, der Ernährung oder an psychosomatischen Erkrankungen (Verhaltensauffälligkeiten wie AD(H)S). Gerade für sie sind Spiel-ngebote im Freien besonders wichtig. 

Naturnahe Spielgeräte können Wahrnehmung, Bewegung, Denken und soziale Kompetenz fördern. Allerdings boten die bisherigen veralteten Spielgeräte nur begrenzt die Möglichkeiten, die für AD(H)S-Kinder erforderlich wären.  

Dank großzügiger Spenden, so betonte Jessica Waschk, Leiterin der Altenauklinik, konnte jetzt ein neuer therapeutisch sinnvoller Naturspielplatz verwirklicht werden. Gedacht ist er vor allem für die Drei- bis Sechsjährigen.

Als Hauptsponsor begrüßte Gerd-Ulrich Hartmann, geschäftsführender Vorstand der Kroschke Stiftung, die rund 200 Besucher. Kinder bräuchten Bewegung an frischer Luft, betonte er, "vor allem, wenn sie unter Übergewicht oder Atemwegserkrankungen leiden."

Hartmann durfte nicht nur die Gäste begrüßen. Er hatte auch die ehrenvolle Aufgabe, ein kleines Zicklein zu taufen: Es trägt jetzt seinen Spitznamen Ulli.

 

Heiß begehrt: Die Nestschaukel ist eine der Attraktionen auf dem Spielplatz.
Mit Äpfeln musste das Zicklein Ulli zur Taufe durch Gerd-Ulrich Hartmann gelockt werden.