Nachsorgezentrum Helle-Mitte: Neue Wege bei der Betreuung schwerstkranker Kinder
Nach der Geburt eines chronisch kranken Säuglings, von Zwillingen oder Drillingen, sind Familien häufig extrem belastet. Auch schwerstkranke Kinder können zu Krisen im familiären Alltag führen. Professionelle, schnelle und unbürokratische Hilfe bietet das Nachsorgezentrum Helle-Mitte in Berlin.
Das Nachsorgezentrum ist ein Verein, dessen Mitglieder sich umfassend um Kinder und Familien in krankheitsbedingten Krisensituationen kümmern. Für die Familien entstehen keine Kosten. Das Betreuungsangebot richtet sich in erster Linie an Eltern von chronisch-, krebs- und schwerstkranken Kindern, von Früh- und Risikogeborenen sowie an Eltern von Säuglingen und Kleinkindern mit Interaktions-Störungen. Die Mitarbeiter des Nachsorgezentrums unterstützen diese bei der Bewältigung der Krankheit, informieren über Angebote, helfen beim Ausfüllen von Anträgen und bieten psychologische Hilfe. Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe. So lernen Eltern beispielsweise, wie sie medizinische Geräte richtig bedienen und ihre Kinder fachgerecht pflegen.
Kernpunkt der Nachsorge ist der Übergang von der Klinik ins eigene Kinderzimmer. Wenn die Kinder nach Hause kommen, müssen ambulante Pflege, Nachsorge und Betreuung bereits organisiert sein. Die Mitarbeiter des Nachsorgezentrums begleiten die Eltern in dieser schwierigen Zeit mit Fachwissen und Erfahrung. Die Kroschke Stiftung für Kinder finanziert seit dem 1. April für ein Jahr die Stelle einer Kinderkrankenschwester im Nachsorgezentrum.
Zum Team, das in Notsituationen 24 Stunden zur Verfügung steht, gehören Kinderärzte, Krankenschwestern, Psychologen, Sozialpädagogen, Hebammen, Diätassistenten, Medizinpädagogen, Seelsorger und Case Manager. Der Verein arbeitet überregional im Großraum Berlin, Potsdam und in Teilen Brandenburgs. Da die Mitglieder des Vereins größtenteils ehrenamtlich arbeiten, ist das Nachsorgezentrum auf Spenden angewiesen.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.nsz-hellemitte.de.




