Studie: Welche Unterstützung brauche Eltern mit Lernschwierigkeiten für ihre Kinder (22.11.2010)

Die Elternschaft von Menschen mit Lernschwierigkeiten ist noch immer ein gesellschaftliches Tabu. Ein Indiz dafür ist, dass es bisher keine aussagekräftigen Studien über die Situation dieser Familien gibt. Dem Thema widmet sich jetzt im Studiengang "Inklusive Pädagogik" der Universität Bremen das Forschungsprojekt "Besondere Familien: Welche Unterstützung brauchen Eltern mit Lernschwierigkeiten und ihre Kinder?" - gefördert von der Kroschke Stiftung mit rund 30.000 Euro.

Die Studie unter Leitung von Professorin Ursula Pixa-Kettner befasst sich mit der Lebensqualität von Familien, in denen die Eltern Lernschwierigkeiten haben, und der besonderen Lebenssituation der betroffenen Kinder. Mithilfe eines Fragebogens wird die psychosoziale Lebensqualität der Familien erfasst. Darüber hinaus werden Interviews mit Eltern und Kindern geführt. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach deren spezifischem Unterstützungsbedarf. Ziel des Forschungsprojekts ist es, auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse die derzeit praktizierten Unterstützungskonzepte zu verbessern, um somit den Bedürfnissen der Familien mehr zu entsprechen, heißt es in einer Pressemitteilung der Universität Bremen. Besonders im Blickpunkt: eine das Kindeswohl fördernde Entwicklung.

Die Forschungsarbeit orientiert sich an den Prinzipien "Inklusiver Forschung". Konkret bedeutet das, dass betroffene Eltern und erwachsene Kinder dieser Eltern in den Arbeitsprozess mit einbezogen werden, so dass ihre Sichtweisen - als Experten ihrer Situation - in den Forschungsprozess einfließen können. Die Erhebungen beziehen sich auf den norddeutschen Raum.

Weitere Information

http://www.bpaed.uni-bremen.de/staff/pixa.html